Donnerstag, 7. Oktober 2010

Island im Herbst

In meinem letzten Artikel berichtete ich von meiner Reise nach Schweden im Sommer 2009. Zwei Monate später reiste ich mal wieder nach Island, nachdem ich ein paar Eisen in andere Teile Nordeuropas unternommen hatte.

Ab Herbst sind die Wetterverhältnisse in Island denen in Deutschland ungefähr einen Monat voraus. Und so war es Mitte September bereits herbstlich - von Regenwetter mit Sturm bis sonnigem, goldenen Herbst war während meines Aufenthalts alles dabei.

Nach der Landung am Flughafen in Keflavik stand zunächst der Transfer nach Reykjavik bevor. Dort angekommen, bezog ich das Hotel Cabin, das ich bereits von früheren Reisen kannte. Die Zimmer sind hier recht klein, doch die Preise für isländische Verhältnisse moderat.

Am nächsten Tag sah meine Reiseplanung einen Inlandsflug von Reykjavik in die Ostfjorde vor. In Egilsstaðir angekommen übernahm ich einen Mietwagen, mit dem ich zunächst ein paar Tage die Ostfjorde erkunden und anschließend am Vatnajökull vorbei der Südküste folgend zurück nach Keflavik fahren wollte. Auch die Ostfjorde kannte ich bereits aus den Jahren zuvor, doch hatte ich mir hier noch nie länger als zwei Tage Zeit gelassen.

Als Unterkunft hatte ich bereits zuhause über das Internet das Guesthouse Egilsstadir ausgesucht und per Email reserviert - ein kleines, nettes Hotel mit angeschlossenem Bauernhof am Rande des gleichnamigen Städtchens. Die Zimmer sehr schön und gemütlich eingerichtet, das Essen im Restaurant ist ausgezeichnet. Direkt hinter dem Haus liegt der Logurinn, der drittgrößte See Islands. Die Preise in dieser Unterkunft sind nicht ganz billig, doch aufgrund des günstigen Wechselkurses von Euro in Isländische Krone waren sie erschwinglich.

Singschwäne in Nordost-Island

Nach mehreren Ausflügen in den Ostfjorden setzte ich schließlich meine Reise in Richtung Süden fort. Einige Kilometer hinter Höfn übernachtete ich auf einem Bauernhof, bevor ich die Highlights des Südostens, der Gletscherlagune Jökulsálón und dem Skaftafell Nationalpark besuchte. In Skaftafell unternahm ich eine ausgedehnte Wanderung.

An den folgenden Tagen reiste ich entlang der Südküste zurück nach Keflavik, wo ich die letzte Nacht verbrachte und am nächste Morgen nach Rückgabe des Mietwagens am Flughafen die Rückreise antrat.

Montag, 30. August 2010

Urlaub in Halland

Zwei Monate nach meinem Besuch in Helsinki stand schließlich der Sommerurlaub an. Nachdem ich in den vergangenen Jahren meist nach Island, Grönland oder auf die Färöer geflogen war, ging es diesmal mit dem eigenen Pkw in die Ferien. Ziel war ein Ferienhaus an Schwedens Westküste.

Mellbystrand


Am ersten Tag ging es zunächst quer durch Deutschland bis auf die Ostseeinsel Fehmarn, wo wir in einem hübschen, familienfreundlichen  Hotel mit großen Zimmern am Südstrand übernachteten. Am folgenden Tag legten wir mit der Fähre nach Dänemark ab und fuhren über Lolland, Falster und Seeland bis Kopenhagen. Nach Chick-In im Hotel spazierten wir noch etwas durch die Stadt, vorbei an der Kleinen Meerjungfrau zu Amalienborg und schließlich zum Nyhavn, wo Abendessen und ein Besuch einer Fischerkneipe anstand. Die zweite Nacht verbrachten wir dann in der dänischen Hauptstadt und gingen auch am folgenden Vormittag nochmals auf Stadtrundfahrt. Gegen Mittag machten wir uns dann jedoch auf in Richtung Schweden.

Wir überquerten die Öresundbrücke und fuhren vorbei an Malmö in Richtung unseres Ferienhauses an der Laholm-Bucht, genauer gesagt in Mellbystrand. Die Lage hier im Herzen der Provinz Halland hatte ich bequsst ausgesucht. Der längste Sandstrand Schweden vor der Haustür, und Sehenswürdigkeiten waren aufgrund der zentralen Lage gut erreichbar. In nur einer Autostunde ist man von Mellbystrand in Göteborg und Malmö. Es ist nicht weit bis nach Smaland und auch die Westküste selbst mit ihren vielen Seebädern hat einiges zu bieten.

Nach einer Woche im Ferienhaus traten wir unseren Heimweg an und fuhren Samstagmorgens zunächst vorbei an Malmö nach Trelleborg, wo die Fähre der TT-Line in Richtung Travemünde ablegt. Die Überfahrt dauerte etwa sieben Stunden und die Fähre lief abends in Deutschland ein. Da zu diesem Zeitpunkt gerade die Travemünder Woche statt fand, mussten wir noch bis Hamburg fahren und dort in ein Hotel einchecken. Dort traten wir am nächsten Tagen nach einem kurzen Besuch des berühmten Hafens und des Michels die letzte Etappe unserer Reise an.

Hier habe ich einige Informationen und Bilder über die Provinz Halland zusammengestellt.

Samstag, 24. Juli 2010

Besuch in Helsinki

Nach meiner ersten Städtereise nach Nordeuropa plante ich gleich den nächsten Ausflug. Und so ging es im Mai 2009 für ein langes Wochenende nach Helsinki. Dies war meine erste Reise nach Finnland. Wie zuvor in Stockholm wurde ich von bestem Wetter begrüßt und ich konnte die Stadt bei schönstem Frühlingswetter besichtigen. Neben Olympiagelände von 1952 und den Highlights der Tsand, dem Dom, der Uspenski-Kathedrale und dem hübschen Markt am Hafen besuchte ich auch die Festungsinsel Suomenlinna und unternahm eine kurze Bootstour durch die Schärenlandschaft vor Helsinki. Nachfolgend ein paar Bilder von dem Städtetrip. Weitere Bilder habe ich in einer Fotogalerie von Helsinki zusammengestellt.

Der Dom von Helsinki

Die Uspenski-Kathedrale


Der Markt am alten Hafen von Helsinki

Donnerstag, 1. Juli 2010

Städtereise Stockholm

Nach zahlreichen Reisen in den Nordatlantik weitete ich schließlich mein Interesse auch verstärkt auf Skandinavien aus. Im Sommer 2008 unternahm ich meine erste Reise nach Schweden, genauer gesagt eine Städtereise nach Stockholm.

Als ich Ende August am Flughafen Arlanda ankam, verzogen sich die letzten Wolken und ich wurde von strahlendem Sonnenschein in der schwedischen Hauptstadt begrüßt. Nach dem Check-In im Hotel begann ich am Nachmittag sofort, die Stadt zu erkunden, um das gute Wetter zu nutzen. Die Befürchtungen, es könnten jederzeit Wolken aufziehen und einige Tage Regenwetter mit sich bringen, habe ich wohl aus Island mitgebracht. In Stockholm war es aber ganz anders. Während meines gesamten Aufenthalt war weit und breit nur blauer Himmel zu sehen.

Aufgrund des guten Wetters erkundete ich die Stadt nur im Freien - vom Rathaus über die Altstadt Gamla Stan und das Schloss bis hin nach Djurgarden. Auch ein Ausflug durch die Schärenlandschaft nach Vaxholm mit einem der über 100 Jahre alten Dampfschiffe konnte ich genießen. Nur ein Museum ließ ich mir trotz des strahlend guten Wetters nicht entgehen: Das Vasa Museet, das wohl am häufigsten besuchte Museum Schwedens, in dem das im Jahre 1628 gesunkene und 1961 gehobene Kriegsschiff "Vasa" ausgestellt ist.

Stockholm ist immer einen Besuch wert. Allein das Schlendern durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt macht Stockholm zu einem unvergesslichen Erlebnis - von den unzähligen Sehenswürdigkeiten einmal ganz abgesehen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Die Färöer Inseln

Der letzte Eintrag in diesen Blog ist nun leider schon etwas her. Im April wollte ich eigentlich wieder nach Island fliegen, doch aufgrund des Vulkanausbruchs unter dem Eyjafallajökull und der entstandenen Aschewolke wurde immer wieder der Flugverkehr lahmgelegt. Danach konnte ich leider keinen Urlaub mehr nehmen. Na ja, vielleicht versuche ich es im Winter noch einmal nach Island zu kommen. Die Eruptionen haben ja inzwischen aufgehört.

Doch zurück zu meinen Reisen nach Nordeuropa:

Nach meinem Besuch in Grönland im Sommer folgte im darauffolgenden Februar ein weiterer Besuch in Island. Bisher hatte ich die Insel nur im Sommer gesehen und wollte nun den Süden Islands einmal in winterlicher Stimmung erleben. Doch es kam anders. Denn der Winter war niederschlagsarm und die Temperaturen relativ warm. Schnee lag daher keiner.

Die nächste Reise in den Norden Europas führte mich auf die Färöer. Über Kopenhagen flog ich nach Vagar, der Insel, auf der sich der internationale Flughafen befindet. Per Bus fuhr ich in die Hauptstadt Tórshavn - eine idyllische Kleinstadt mit alten Häusern im Zentrum. Von Tórshavn aus unternahm ich per Bus mehrere Tagesausflüge in alle Winkel des Archipels. Zwei Tage vor der Rückreise übernachtete ich unweit des Flughafens auf der Insel Vagar, da ich eigentlich einen Ausflug nach Mykines unternehmen wollte, wo sich besonders viele Papageitaucher aufhalten. Doch aufgrund schlechten Wetters und starken Sturms konnten keine Boote auslaufen. So mietete ich mir kurzerhand ein Auto und erkundete weitere Teile der Färöer, die ich in der zurückliegenden Woche noch nicht gesehen hatte.

Am Vorabend meiner Rückreise besserte sich das Wetter und der Sturm legte sich - zum Glück, den wegen Sturms waren zuvor zahlreiche Flüge ausgefallen. Mein Flieger konnte jedoch pünktlich in Richtung Kopenhagen starten. Eine Woche war ich auf den Färöer unterwegs und konnte die Inselgruppe so ganz gut kennen lernen. Sicherlich werde ich irgendwann noch einmal hinreisen, denn es gibt noch vieles zu entdecken, nicht zuletzt die Insel Mykines mit ihren vielen Papageitauchern.

Montag, 26. April 2010

Meine erste Reise nach Grönland

Im Laufe der Jahre begann ich mich auch für andere Regionen Nordeuropas zu interessieren - eginnend mit Islands Nachbarinsel Grönland, die ich erstmals im Sommer 2005 besuchte. Von Frankfurt aus flog ich zunächst nach Island und reiste am darauf folgenden Tag von Reykjavik weiter nach Narsarsuaq in Südgrönland.

Hier unternahm ich u.a. eine Bootfahrt zwischen Eisbergen und wanderte auf die Gletscherzuge des Narsarsuaq-Gletschers, die vom Inlandeis hinunter fließt. Auf der anderen Seite des Fjords befindet sich die Wikinger-Siedlung Brattlið (Qassiarsuk), die ich am darauffolgenden Tag besuchte. Hier siedelte Erik der Rote im 10 Jahrhundert. Einige Ruinen der Siedlungsstätte sind hier heute noch sichtbar.

Eigentlich wollte ich dann am nächsten Tag nach Island zurückreisen und dort weitere zehn Tage bleiben. Doch war es am Tag der Abreise aus Grönland so neblig, dass alle Flüge ab Narsarsuaq gestrichen wurden. Ich verlängerte also einen aufenthalt im Hotel Narsarsuaq um eine Nacht. Am nächsten Tag war wieder bestes Wetter, doch der Fluggesellschaft Air Iceland standen leider keine Flugzeuge zur Abholung zur Verfügung, da diese alle auf Inlandsflügen in Island unterwegs waren. So musste ich meinen aufenthalt noch einmal um einen Tag verlängern. Das schöne Wetter nutzte ich für einen Helikopterflug entlang des grönländichen Inlandeises. Am nächsten Tag konte ich schließlich nach Reykjavik zurück fliegen.

In Island angekommen, flog ich sofort weiter nach Akureyri und verbrachte anschließend eine Woche am Myvatn und im isländischen Hochland.

Donnerstag, 18. März 2010

Meine ersten Reisen nach Island

Willkommen in meinem Nordeuropa-Blog! Wie meine Faszination für den hohen Norden entstand, ist auf der kürzlich erstellen Seite Über mich nachzulesen. Den ersten Blog möchte ich - wie sollte es anders sein - mit ein paar Infos zu meiner ersten Reise nach Nordeuropa erzählen.

Durch mein Interesse an Geologie, insbesondere an der Vulkanologie, war ich auf die Vulkaninsel Island aufmerksam geworden. So studierte ich neben geowissenschaftlichen Büchern auch mehrere Reiseführer über die Insel im Nordatlantik und mein Wunsch nach einem Besuch dieses geologisch jungen Landes wurde immer größer.

Im Jahr 1997 war es dann soweit. Zusammen mit drei Feunden unternahm ich meine erste Islandreise Ende August und lernte die Insel innerhalb von zwei Wochen auf einer Mietwagenrundreise erstmals persönlich kennen. Wir umrundeten Island während unseres Aufenthalts ein Mal im Uhrzeigersinn auf der Ringstraße und unternahmen gelegentlich Abstecher von dieser wichtigsten Straße des Landes. Übernachtet wurde auf Bauernhöfen und Gästehäusern. Für einen ersten Islandbesuch würde ich auch heute noch diese Art der Reise empfehlen, da man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Küste besuchen kann und keinen teuren Geländewagen für das Hochland im Landesinneren benötigt.

Meine zweite Islandreise führte mich ins Hochland und ich besuchte Hveravellir, Landmannalaugar und die Kaldidalur. Auf weiteren Reisen in den folgenden Jahren kam ich immer wieder an diese Orte zurück und lernte auch Asjka und Kverkfjöll im östlichen Hochland sowie die Westfjorde kennen. Auch konnte ich während eines Aufenthalts in Südisland im Winter Polarlichter beobachten und fotografieren.

Von weiteren Reisen nach Nordeuropa erzähle ich in meinem nächsten Beitrag.