Donnerstag, 3. November 2011

Kurzurlaub in der Region Göteborg

Nach dem kurzen Hinweis auf den neuen Island-Kalender möchte ich nun wie angekündigt von meinen Nordeuropa-Reisen im Jahr 2011 berichten.

Statue von König Gustav II. Adolf in Göteborg
Bereits im Juli 2009 hatte ich während eines Sommerurlaubs in Schweden die zweitgrößte Stadt des Landes, Göteborg, im Rahmen eines Tagesausflugs besucht. Im April 2011 reiste ich gezielt in die westschwedische Metropole. Diesmal ging es mir aber weniger um eine Städtereise, sondern Göteborg solte Ausgangspunkt einiger Tagesausflüge in die Region sein. Während ich vor zwei Jahren die meiste Zeit in Halland südlich von Göteborg verbracht hatte, wollte ich nun den Küstenstreifen im Norden bis zur norwegischen Grenze erkunden und dabei die Provinz Bohuslän kennen lernen.

Da der internationale Flughafen Landvettern etwas östlich von Göteborg liegt, erkundete ich nach meiner Ankunft und der Übernahme des Mietwagens zunächst bei schönstem Sonnenschein die dortige Region bis zur Stadt Jönköping, die im äußersten Nordwesten von Smaland liegt.

An den folgenden Tagen führten mich meine Tagesausflüge in die Landschaft Västergötland. Highlights waren vor allem die Domstadt Skara, das nette Städtchen Lidköping und vor allem das sehenswerte Schloss Läckö Slott, das am Südende des Vänern Sees liegt. Dieser ist mit über 5.600 qkm der größte See Schwedens und zugleich der drittgrößte See Europas. Bei einer Fläche, die etwa zehn Mal so groß ist wie der Bodensee, kann man das andere Ufer des Vänern natürlich nicht sehen.

Die Landschaft Bohuslän, die ich während meines Aufenthalts in Göteborg eigentlich kennen lernen wollte, bereiste ich erst gegen Ende des einwöchigen Urlaubs. An diesen Tagen war das Wetter traumhaft schön und ich konnte die felsige Schärenlandschaft zwischen Göteborg und Norwegen in vollen Zügen genießen. Neben der Buhus Fästning, eine Festung, die der Provinz ihren Namen gab, und dem Städtchen Marstrand war ich vor allem von dem kleinen Fischerort Fjällbacka begeistert. Und natürlich auch von dem UNESCO Weltkulturerbe Tanum, wo sich Felsritzungen aus der Bronzezeit bestaunen lassen. Kurz vor der norwegischen Grenze am Svinesund stoppte ich noch an der Steinsetzung Blomsholmsskeppet, die mit einer mit einer Länge von 42 Metern eine der größten ihrer Art ist. einige Kilometer weiter führt die neue, Maut pflichtige Autobahnbrücke über den Svinesund. Hier fuhr ich kurz vorher von der Schnellstraße ab und hielt Kurs auf die alte Brücke aus den 1940er Jahren. Zwar wird hier für die Überquerung mit dem Kraftfahrzeug ebenfalls eine Maut erhoben, doch für Fahrradfahrer und Fußgänger ist die Brücke gebührenfrei. Also stellte ich das Auto ab, um in der Mitte der alten Svinesund-Brücke die Grenze nach Norwegen zu Fuß zu überschreiten.

Am anderen Ende der Brücke angekommen, betrat ich erstmals norwegischen Boden. Von meinen vielen Reisen nach Nordeuropa habe ich nämlich dieses Land bisher leider noch nicht besucht. Doch es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis ich einmal von einer Reise nach Norwegen berichte.

An meinem letzten Urlaubstag besuchte ich vormittags noch kurz das Schloss Tjolöholms Slott und das Gräberfeld von Li im Norden von Halland. Während meines Urlaubs im Jahr 2009 war ich hier leider nicht vorbei gekommen. Dann ging es zurück zum Flughafen Landvettern und ich trat die Heimreise an.

Ursprünglich hatte ich für diese Reise geplant mit dem Schiff von Kiel nach Göteborg zu reisen. Mangels Zeit hatte ich mich dann allerdings doch für das Flugzeug entschieden. Eine Art "Minikreuzfahrt" mit der Fähre von Stena Line behalte ich mir aber für eine weitere Reise nach Schweden vor.

Fotos von Göteborg, Bohuslän und anderen Regionen Schwedens habe ich in mehreren Bildergalerien zusammengestellt unter www.nordeuropa-reisen.de/bilder/schweden/.

Und ein paar Infos zur Fähre nach Göteborg gibt es unter www.faehre-schweden.de.

Soweit erst mal zu meiner Reise nach Schweden im April 2011. In meinem nächste Bericht erzähle ich demnächst von meiner letzten Sommerreise nach Grönland.

Mittwoch, 2. November 2011

Island-Kalender 2012

Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu und es wird langsam Zeit, von meinen diesjährigen Reisen nach Nordeuropa zu erzählen. Bevor ich aber hierzu übergehe, möchte ich kurz auf eine aktuelle Nachrichten hinweisen.

Ab sofort ist auf ELDEY.de der neue Island-Kalender 2012 erhältlich. Wie bereits in den vergangenen Jahren handelt es sich hierbei wieder um ein Gemeinschaftswerk von zwölf erfahrenen Islandexperten und Fotografen, die in ihrem Fotoarchiv gesucht und für diesen Kalender die schönsten Bilder herausgesucht haben.

Das Werk umfasst 13 hochwertige Aufnahmen aus allen Jahreszeiten und ist 49x34 cm groß. Hier geht's zur Online-Bestellung und weiteren Informationen zum Island-Kalender.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Mit dem Mietwagen durch Dänemark

Nachdem mein Versuch gescheitert war, im April 2010 nach Island zu reisen und den aktiven Vulkan Eyjafjallajökull zu sehen, verbrachte ich aufgrund der Aschewolke und des Flugverbots einen Urlaub im Harz. In meinem letzten Beitrag hatte ich davon berichtet. Nach meiner Rückkehr begann ich meine nächste Reise nach Nordeuropa zu planen.

Diesmal sollte es nicht ganz so weit weg gehen. Ich buchte einen Mietwagen in Dänemark und flog im August nach Kopenhagen. Da ich nur wenig Urlaub zur Verfügung hatte, verbrachte ich nur eine Woche in unserem nördlichen Nachbarland - genauer gesagt auf der Insel Seeland, auf der sich auch die dänische Hauptstadt befindet.

Von Kopenhagen aus fuhr ich nordwärts in die kleine Stadt Helsingör und ahm mir ein Zimmer in dem recht touristisch angehauchten, aber sehr schönen Hotel Marienlyst. Der Stadt Helsingör direkt am Öresund ist einen Besuch wert. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Schloss Kronborg, das seit November 2000 Weltkulturerbe der UNESCO ist.

Von Helsingöer unternahm ich zahlreiche Tagesausflüge auf Seeland, wie beispielsweise zur Wikingerburg Trelleborg, in die Domstadt Roskilde, zu den Klippen Stevns Klint und vielen anderen Sehenswürdigkeiten der größten dänischen Ostseeinsel. Hierzu zählen vor allem zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser - allen voran das prächtige Wasserschloss Frederiksborg nördlich von Kopenhagen. Ein relativ weiter Ausflug führte mich auf die südlich von Seeland gelegene Insel Mön, deren größtes Highlight die Kreidefelsen im Osten der Insel sind.

Schloss Frederiksborg
Schloss Frederiksborg

Die Reise endete mit einem kurzen Aufenthalt in Kopenhagen - eine pulsierende Metropole mit vielen Sehenswürdigkeiten, die jederzeit eine Städtereise wert ist. Bereits im Sommer 2009 hatte ich die dänische Hauptstadt auf meiner Reise mit dem eigenen Auto nach Schweden besucht. Das Wahrzeichen der Stadt - die Kleine Meerjungfrau - war in diesem Sommer übrigens nicht zu bewundern. Sie hatte im März bereits den Hafen Kopenhagens verlassen und gastierte im dänischen Pavillon auf der Weltausstellung Expo 2010 in Shanghai.

Mit einem langen Abend am alten Hafen Nyhavn ließ ich die Reise ausklingen. Am nächsten Tag gab ich den Mietwagen am Flughafen ab und flog zurück nach Deutschland. Übrigens: Zwar sind die Preise in Dänemark wie in allen skandinavischen Ländern sehr hoch. Der Mietwagen war jedoch vergleichsweise günstig. Von einem Mietpreis von 250 EUR pro Woche für einen Kleinwagen kann man Island nur träumen...

Eine weitere Reise nach Nordeuropa unternahm ich in 2010 nicht mehr und so blieb wegen der Aschewolke dieser Urlaub der einzige im Norden. In diesem Jahr soll sich das ändern. Von einer Reise nach Göteborg im Frühling 2011 berichte ich in meinem nächsten Beitrag. Nachfolgend noch einige Link-Tipps zu meiner Dänemark-Reise im Sommer 2010.

Hotel Marienlyst in Helsingör: www.marienlyst.dk
Mietwagen in Dänemark: www.mietwagen-auskunft.de/daenemark
Dänisches Fremdenverkehrsamt von Ost-Dänemark: www.visiteastdenmark.com

Mittwoch, 16. Februar 2011

Der Versuch einer Islandreise

Das Jahr 2011 hat begonnen und ich plane inzwischen meine Nordeuropa-Reisen für dieses Jahr. Zunächst ist es aber an der Zeit, in diesem Blog von meinen Reisen nach Nordeuropa im vergangenen Jahr zu berichten. In meinerm heutigen Blog-Post erzähle ich zunächst von einem Versuch einer Reise nach Island.

Der letzte Blog-Eintrag ist schon einige Zeit her. Damals berichtete ich von meiner Islandreise im September 2009 in die isländischen Ostfjorde. Etwa ein halbes Jahr später, Ende März 2010, buchte ich eine erneut einen Flug nach Island. Der Grund: Kurz zuvor war in Südisland ein Vulkan ausgebrochen. Und da ich ein solches Naturschauspiel in Island noch nie beobachtet hatte, reichte ich spontan Urlaub ein und buchte meinen Flug für den 16. April. Was zu dieser Zeit dann geschah, beschäftigte die Medien in aller Welt.

Die Eruptionen am Fimmvörduháls, einem Pass zwischen den Gletschern Myrdalsjökull und Eyjafjallajökull war wieder erloschen. Doch am Mittwoch, den 14. April bracht unter dem Gletscher Eyjafjallajökull der gleichnamige Vulkan mit großer Heftigkeit aus und eine Aschewolke bewegte sich in Richtung Südosten auf das europäische Festland zu. Einen Tag bevor ich nach Island fliegen wollte, hatte die Asche bereits für ein Flugverbot über Großbritannien und Skandinavien gesorgt und schob sich weiter auf Deutschland zu. Etwa sechs Stunden vor meinem Abflug nach Island wurde auch in Frankfurt der Flugverkehr eingestellt.

Nun, die Fluggesellschaft Icelandair zeigt sich kulant, und ich konnte meinen Flug auf den darauffolgenden Montag kostenfrei umbuchen. Doch auch da blieben in Mitteleuropa noch alle Flugzeuge am Boden. Dies war auch an den darauffolgenden Tagen der Fall. An meinem vorletzten Urlaubstag wurde das Flugverbot aufgehoben.

Nun ja - wenigsten konnte ich den Flug kostenfrei stornieren. Aus der Beobachtung eines Vulkanausbruchs in Island war also wieder nichts geworden. Und auch später im Jahr 2010 kam ich leider nicht mehr nach Island.

Die Eruptionen des Eyjafjallajökull in Südisland waren aber auch aus der Ferne ein besonderes Erlebnis. Nur selten wird Island schließlich so häufig in deutschen Medien erwähnt. Bis zum nächsten Vulkanausbruch in Island wird es statistisch aber nicht allzu lange dauern. Im Durchschnitt bricht auf der Nordatlantikinsel alle fünf Jahre ein Vulkan aus. Zumindest war es in historischer Zeit seit der Besiedlung der Insel im 9. Jahrhundert so. Unter nachfolgendem Link gibt es eine Übersicht über die Vulkanausbrüche in Island in den letzten 1100 Jahren: http://www.eldey.de/Geologie/Vulkanausbrueche-Island/vulkanausbrueche-island.html

Diese Liste ist zwar nicht vollständig - insbesondere in den frühen Jahrhunderten sind viele Vulkanausbrüche nicht dokumentiert - doch wird die Auflistung regelmäßig durch Recherchearbeit erweitert.

Beeindruckende Bilder von der Eruption des Eyjafjallajöull gibt es unter http://www.boston.com/bigpicture/2010/04/more_from_eyjafjallajokull.html